Dienstag 12. April 2011
Hunderttausende Touristen zu Pessach und Ostern
JERUSALEM (im) – Das israelische Tourismusministerium erwartet für die bevorstehenden Feiertage – Passahfest und Ostern – mehrere 100.000 Besucher in Israel und zeigt sich dafür gewappnet. Das Ministerium hatte infolge der geopolitischen Situation in den vergangenen Wochen zusätzlich um Besucher geworben und wollte den positiven Besuchertrend der vergangenen Jahre fortsetzen, so Tourismusminister Stas Misezhnikov in einer Pressemeldung.
Als Vorbereitung auf das Pessachfest und Ostern forderte das Tourismusministerium zu erhöhter Sauberkeit auf. Die große Mehrheit der Sehenswürdigkeiten und Attraktionen und Hotels wurden nochmal herausgeputzt und sind bereit für den großen Besucheransturm. An allen Orten werden hohe Verkehrs- und Personenaufkommen erwartet, besonders in den Städten Jerusalem, Nazareth, Tiberias, Haifa, Tel Aviv und Eilat sowie der Region rund im das Tote Meer.
Die regionalen Touristeninformationen in Jerusalem, Nazareth und am Flughafen Ben Gurion werden wie gewöhnlich während der Feiertage geöffnet haben, um Informationen zu Sehenswürdigkeiten und Attraktionen sowie den zahlreichen Veranstaltungen geben zu können.
Während des ersten Quartals 2011 gab es einen leichten Besucherrückgang um einen Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum im Vorjahr auf 741.000 Besucher; davon waren ungefähr 100.000 Tagesgäste – ein Rückgang um 31 Prozent gegenüber 2010. Rund 274.000 Gäste besuchten Israel im März, 12 Prozent weniger als im Vorjahr, aber 37 Prozent mehr als 2009. Den Rückgang führt das Ministerium auf die Unruhen und die unsicheren politischen Zustände in den arabischen Nachbarländern zurück. Die Einführung einer EL AL-Verbindung weiter nach Eilat hat sich auch in der Statistik niedergeschlagen: 29 Prozent mehr flogen direkt in die Stadt am Roten Meer.
Quelle: www.israelmagazin.de
Gute-Taten-Tag in IsraelDienstag 12. April 2011
Sederabend zur Pessach (Passah) Fest
Der Sederabend - Am Montag, den 18 April 2011
Am Vorabend des Pessach-Festes wird der
Sederabend, kurz Seder genannt, gefeiert. Er ist der Beginn der Festivitäten, an
dem im Rahmen der Familie oder der Gemeinde des Auszugs aus Ägypten gedacht
wird. In einer langen, genau vorgeschriebenen Prozedur – daher auch die
Bezeichnung “Seder”, was übersetzt Ordnung heißt – werden biblische Texte und
solche aus der rabbinischen Tradition über die Gefangenschaft und den Auszug der
Israeliten vorgelesen. Jedem Gast liegt eine Haggada vor, in der diese Texte und
die Anweisungen für den Ablauf des Seder niedergeschrieben sind. Es werden
gemeinsam Lieder mit aramäischem Text gesungen. Die Teilnehmer essen während des
Abends von der Matze, dem „Bitterkraut“ und den anderen Speisen. Zu vier
feststehenden Zeitpunkten wird vom Wein getrunken, nach den vier Schritten der
Erlösung aus Exodus 12. Ein gemeinsames Abendessen ist Teil des Ablaufs; zur
besseren Einbindung jüngerer Kinder gehören auch einige Belustigungen, wie das
Verstecken eines Matzenstückes, des Afikomans, zum Sederabend. Der jüngste
Teilnehmer fragt traditionell den Leiter des Seders nach der Bedeutung
verschiedener Aspekte des Rituals, die dann erklärt wird. Zum Abschluss jedes
Seders wird “Chad gadja” gesungen.
Die symbolischen Speisen
Am Sederabend wird der Tisch mit
Speisen von symbolischer Bedeutung gedeckt:
Ablauf eines Sederabends
Der Ablauf des Sederabends ist
nicht einheitlich geregelt und wird in Einzelheiten variiert. Hier ein möglicher
Ablauf in 14 Schritten:
Biblischer Bezug
Die Geschichte des Auszugs ist im Alten
Testament in den Büchern 2. bis 5. Mose niedergeschrieben. Nach über 400 Jahren
Zwangsaufenthalt (2.Mo 12,40) kehrt Mose in Gottes Auftrag nach Ägypten zurück,
um das Volk Israel herauszuführen (2.Mo 3,7ff) und aus der Unterdrückung zu
befreien. Nach der zehnten göttlichen Plage über den Pharao und Ägypten (2.Mo
7,14; 11,29; 12,29-34), kann das Volk Israel aufbrechen.
(Quelle: Wikipedia & IsraelMagazin.)
Dienstag 12. April 2011
I
Dienstag 12. April 2011
Extrem seltene Vogelarten gesichtet
BERLIN/EILAT (tk) – „Israel ist zurück auf der Weltkarte der Vogelbegeisterten“, freut sich Dan Alon, Vorsitzender der israelischen Ornithologen-Vereinigung und Organisator des fünften Internationalen Vogelzugfestivals. Und was passiert, wenn 300 Vogelbegeisterte aus 14 Ländern tatkräftig unterstützt von zahlreichen Israelis derart gründlich „Inventur“ machen? Es purzeln die Rekorde: 220 verschiedene Vogelarten wurden gesehen, bestaunt, fotografiert – darunter extreme Seltenheiten aus Zentralasien, Europa und Afrika. Die israelischen Vogelkundler hatten gerufen und Hunderte begeisterte Birdwatcher aus aller Welt kamen. Das soeben beendete Vogelzugfestival in Eilat am Roten Meer begeisterte mehr Menschen als je zuvor, von Israel und seiner Natur.
Eine Gruppe Vogelbegeisterter aus Deutschland beim Betrachten einheimischer Lerchen in den Sanddünen von Yotvata. (Foto: Thomas Krumenacker)
Eine Woche lang durchkämmten Hobby-Ornithologen, „birdwatcher“ und Fotografen die Steinwüsten des Arava-Tals, hielten an den Stränden des Roten Meeres Ausschau nach gefiederten Gästen und verschnauften nur kurz beim Bad im Toten Meer, um anschließend auch dort Vögel zu beobachten. Dass Israel für die wachsende Gemeinde der Vogelbeobachter mehr zu bieten hat, als fast jedes andere Land, liegt an seiner geografischen Lage an der Schnittstelle der Kontinente Asien, Afrika und Europa. Millionen europäischer Vogelarten – die in diesen Tagen bei uns in Parks und Gärten mit ihrem Gesang den Frühling einläuten – nutzen Israel als Rastplatz auf dem Weg in ihre afrikanischen Winterquartiere und zurück. Die Vögel Osteuropas und Zentralasiens lieben Israel als Landbrücke, um den kräfteraubenden Flug über das Mittelmeer zu vermeiden.
Israel ist damit eine der wichtigsten Drehscheiben des internationalen Vogelzugs. „Die Lage an der Schnittstelle von drei Kontinenten ist politisch manchmal schwierig, aus Natursicht ist es das Paradies“, erklärt Yossi Leshem, Israels bekanntester Vogelforscher, die Anziehungskraft des kleinen Landes: „Vögel aus Mittel- und Südeuropa, Asien und Afrika begegnen sich hier, eine Arten- und Farbenpracht, wie man sie sonst weltweit an keinem anderen Ort findet“, begeistert sich der Professor der Tel Aviver Universität, der seit vielen Jahren den Vogelzug erforscht. Experten schätzen, dass nicht weniger als 500 Millionen Vögel das Land überqueren oder zum Auftanken einen Zwischenstopp einlegen. Verglichen mit der Landesgröße ist Israel das Land mit der höchsten Dichte an Vogelarten weltweit.
Und dennoch ist auch Israel keine heile Welt. Der Druck auf die Natur durch Straßenbau, Landwirtschaft und Bevölkerungswachstum ist vergleichbar dem in anderen hochmodernen Ländern. Und so kommt einer wachsamen Umweltbewegung und dem Vogelzugfestival eine wichtige Rolle zu. „Jeder Besucher aus dem Ausland stärkt unsere Bemühungen um den Naturschutz“, ist sich Dan Alon sicher. Und so war die Woche des Festivals nicht nur eine Woche beispiellosen Naturgenusses, sondern auch eine Demonstration der Solidarität mit den Naturschutz im Heiligen Land.
Weitere Impressionen des 5. Internationalen Vogelzugfestivals in Eilat: www.krumenacker.de
(Thomas Krumenacker & israelmagazin.de)
MEIR PANIM – Die Kraft des GebensMontag 12. Juli 2010
Terror im Heiligen Land lohnt sich
Jasir Arafat und seine
Kamarilla haben es vorgemacht, wie man sich am Elend der eigenen Leute
bereichert und dabei so ganz nebenbei zu Milliardären wird. Die
Hamas treibt es noch dreister und verheizen dabei ihr eigenes Volk. Die
sehr naiven selbsternannten Gutmenschen in Europa gehen dabei der Hamas
voll auf den Leim und meinen zu wissen was in 3.000 km Entfernung gut
und was nicht gut ist. Dabei ist denen nicht Bewusst, dass sie damit
Beihilfe an den kriminellen Machenschaft zugunsten dieser
menschenverachtenden Terroristen leisten. Die Propaganda-Maschinerie
der Hamas, Hisbollah, Taliban und diesem doch so liebenswürdigen
Herrn aus dem Iran funktioniert, da braucht man in Europa garnicht mehr
selber denken - Mann/ Frau lässt denken. Die Fakten im richtigen
Winkel zu betrachten und begreifen was da wirklich passiert - ist eben
zu schwöör.
Eine Mutter aber sagt: „Vier Jahre Hölle sind zu viel"
Die Eltern des seit vier Jahren entführten
israelischen Soldaten Gilad Schalit haben ihren zwölftägigen
Protestmarsch durch Israel mit einer Massenkundgebung in Jerusalem
beendet. Nun wollen sie so lange vor dem Büro von Premierminister
Benjamin Netanjahu zelten, bis ihr Sohn frei ist.
Die Organisatoren des Protestmarsches zeigten sich mit der
öffentlichen Beteiligung zufrieden. Am ersten Tag der
Veranstaltung seien rund 15.000 Menschen mit der Familie marschiert.
Etwa 17.000 Demonstranten zogen in Tel Aviv ein und mehr als 25.000
Besucher marschierten zur Abschlusskundgebung am vergangenen Donnerstag
in die Hauptstadt. Schätzungen zufolge hätten sich insgesamt
etwa 200.000 Menschen an dem Protestmarsch beteiligt.
Es ist an der Zeit zu sagen: „Genug ist genug. Vier Jahre
Hölle - das ist zu viel", sagte die Mutter des Entführten bei
ihrer Ansprache in Jerusalem.
Vor dem Büro Netanjahus hatten die Organisatoren ein Protestzelt
errichtet. Während des gesamten Wochenendes strömten
zahlreiche Besucher in das Zelt, um der Familie ihre Wünsche zu
übermitteln. Viele Menschen legen sich gelbe Bänder an als
Symbol für Gefangenheit und der Forderung nach Freiheit.
Netanjahu und seine Frau Sara hatten sich am Freitag mit Aviva und Noam
Schalit in Jerusalem getroffen. Nach dem einstündigen
Gespräch teilte Noam Schalit mit, dass es nichts Neues gebe.
„Wir haben keine Nachrichten erhalten, die uns beruhigen oder
unsere Situation verändern würden. Wir werden wie geplant in
diesem Zelt bleiben, es gibt keine Veränderung. Wir bleiben hier,
bis Gilad zurückkehrt", sagte der Vater des entführten
Soldaten. Hinter vorgehaltener Hand wird dieses rege öffentliche
Interesse von politischer Seite mißbilligt und es fällt die
Bemerkung: das lässt nur den Preis steigen.
Die Hamas weidet sich derzeit an dem Schmerz und der Verzweiflung der
Familie und verhöhnt den gefangenen Soldaten, die Eltern und die
Israelis in zahlreichen Cartoons. Das das Ganze als ein Geschäft
der Hamas betrachtet werden muss wird dadurch deutlich, dass
mittlerweile 1.000 Gefangene für einen Austausch im Gespräch
sind.
Montag 12. Juli 2010
Bundesinnenminister verbietet Hamas-Spendenverein
Der Bundesinnenminister Dr.
Thomas de Maizière hat den in Frankfurt ansässigen Verein
„Internationale Humanitäre Hilfsorganisation" (IHH)
verboten. Wie das Bundesinnenministeriums heute mitteilt, gibt es
eindeutige Beweise das der Verein die palästinensische,
radikalislamische Hamas (arab. „Harakat al muqqawama
al-islamiyya“, deutsch: „Islamische
Widerstandsbewegung“) unterstütze und richte sich somit
gegen den Gedanken der Völkerverständigung.
Das Verbot wird seit dem frühen Montagmorgen in Hamburg, Hessen
und Nordrhein-Westfalen vollzogen. Erklärend sagte Dr. de
Maizière dazu: „Unter dem Deckmantel der humanitären
Hilfe unterstützt die IHH seit einem langen Zeitraum und in
beträchtlichen finanziellen Umfang im Gaza-Streifen ansässige
sogenannte Sozialvereine, die der Hamas zuzuordnen sind".
Das „geradezu zynische Verhalten der IHH" komme schon in der
Vereinsbezeichnung „Internationale Humanitäre
Hilfsorganisation" zum Ausdruck. So wird die Hilfsbereitschaft
gutgläubiger Spender missbraucht - um mit dem für
vermeintlich gute Zwecke gespendeten Geld im Ergebnis eine
terroristische Organisation zu unterstützen und sich einige
Hamas-Mitglieder persönlich bereichern - die wirklich Betroffenen
gehen leer aus.
Da die Hamas Gewalttaten gegenüber Israel und israelischen
Staatsbürgern ausübe, beeinträchtige sie die friedliche
Verständigung des israelischen und palästinensischen Volkes,
sagte de Maizière weiter. Organisationen, die sich unmittelbar
oder mittelbar von deutschem Boden aus gegen das Existenzrecht Israels
richteten, haben ihr Recht auf Vereinigungsfreiheit verwirkt.
Die vollständige Presseerklärung des BMI unter:
http://www.bmi.bund.de/cln_174/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/2010/07/vereinsverbot.html
Montag 12. Juli 2010
Eklat am Rande der Fußball WM
FIFA verbietet Kampagne für Shalits Freilassung
Aus Angst vor Klagen
und politischen Schuldzuweisungen und dem vorausgegangenem Verbot der
internationalen Förderation des Verbandsfußballs FIFA, sagte
das Johannesburg Jewish Community Center einen Fahnen-Protest
„Free Shalit“ für die Freilassung des vor vier Jahren
entführten Soldaten Gilad Shalit ab. Das für das gestrige
Finale zwischen Spanien und Holland geplant war. Durch die Entscheidung
der FIFA wurde verhindert, dass die Protest-Fahnen von Hunderten von
Millionen Zuschauern auf der ganzen Welt gesehen werden.
Montag 12. Juli 2010
Ältestes Schriftdokument in Jerusalem gefunden
Bei einer Ausgrabung
außerhalb der jetzigen Stadtmauer Jerusalems, in dem Gebiet
südlich der Al-Aksa-Moschee, fanden Forscher beim Sieben von
ausgehobenem Schutt ein für Archäologen besonders wertvolles
Stück. Ein Stück einer Tontafel, etwa 2 x 3 cm groß,
das Keilschriftzeichen aus dem 14. Jahrhundert v. Chr. trägt. Dr.
Eilat Mazar von der Archäologieabteilung der Hebräischen
Universität Jerusalem, ist der Meinung dass es sich hierbei um den
Teil einer Tafel aus dem königlichen Archiv noch lange vor der
Zeit Davids handelt. Dies ist das älteste bisher in Jerusalem
gefundene Schriftstück und ein Beweis, dass schon vor so langer
Zeit diese Stadt eine wichtige Rolle spielte.
Freitag 09. Juli 2010
Mercedes Fashion Week auf Denkmal für Bücherverbrennung
Unsensibler Umgang mit der Geschichte und seinen Denkmälern
Mit der fünften
Ausrichtung der Mercedes Fashion Week auf dem Berliner Bebelplatz vom
7. bis 10. Juli 2010 wird Micha Ullmans unterirdisches Denkmal
„Bibliothek“ aufs Neue für mehrere Wochen (incl.
Aufbau‐und‐Abbau‐Zeiten) verdeckt. Die im Kontext des Platzes der
NS‐Bücherverbrennung konzipierte Skulptur, 1995 installiert zur
Erinnerung an den ersten öffentlich inszenierten Terrorakt der
Hitler‐Regierung, wird dadurch wiederum verändert und zeitweise
beschädigt. Beschädigt wird auch das Vertrauen der
Bürger in das verantwortliche Handeln ihrer demokratischen
Institutionen…
Dem Berliner Senat, der Bezirksverwaltung Mitte, der Veranstalterfirma
IMG und dem Hauptsponsor Mercedes ist seit mehreren Jahren bekannt,
dass der Künstler Micha Ullman die kommerzielle Bespielung des
Bebelplatzes und die Verdeckung seines Denkmals, das unter einer
Glasscheibe leere Regale für 20.000 Bände zeigt, als Eingriff
in sein Urheberrecht und als Beschädigung des Kunstwerkes ablehnt.
Seit vergangenem Herbst häufen sich diesbezügliche, in der
Regel nicht beantwortete Bürger‐Beschwerden bei den Behörden.
Einer Unterschriften-Sammlung des Berliner VVN‐BdA folgte eine
Öffentliche Sitzung des Petititionsausschusses des
Abgeordnetenhauses und dessen Empfehlung, die Modemesse zu verlegen.
Begleitet von weltweiten Protesten fand die Mercedes Fashion Week
wieder über Micha Ullmans unterirdisches Denkmal
„Bibliothek“ statt - aus der Bezirksverordnetenversammlung
Mitte vom 17. Juni 2010 ist zu hören, dass sogar noch im Februar
2011 die Mercedes Fashion Week an gleicher Stelle stattfinden wird.
Hierzu haben Aktives
Museum. Faschismus und Widerstand in Berlin e.V. www.aktives‐museum.de;
Berufsverband Bildender Künstler Berlin info@bbk‐kulturwerk.de;
Förderkreis Denkmal für die ermordeten Juden Europas
info@holocaust‐denkmal‐berlin.de;
Initiative Bebelplatz [Matthias Flügge, Monika Grütters,
Thomas Lackmann, Christhard‐Georg Neubert] initiative@bebelplatz.org;
Rat für die Künste [Sprecher: Leonie Baumann und Kay Wuschek]
www.rat‐fuer‐die‐kuenste.de; Berliner Vereinigung der Verfolgten des
Nazi‐Regimes – Bund der AntifaschistInnen www.berlin.vvn‐bda.org angekündigt mit juristischen Mitteln dagegen vorzugehen.
Mittwoch 07.Juli 2010
Hebron: Rock in the Casba
Sie versehen ihren
Dienst in einer der ältesten und ununterbrochen bewohnten
Städte der Welt - heute ein übler Hort des Fanatismus.
Ausgerechnet hier, wo Abrahams Söhne Isaak und Ismael, wieder
zusammenfanden, um ihren Vater beizusetzen, haben sich heute
Fundamentalisten beider Seiten festgesetzt und bestimmen die Gangart -
Hebron. Sechs Nahal-Soldaten in vollem Drillich, kommen im Morgengrauen
langsam um die Ecke, während im Hintergrund der Muezzin zum Gebet
ruft. Plötzlich nehmen sie Stellung und die Musik wechselt zu
Kesha’s „Tick Tock”, ein Hit, der auch in Deutschland
Anfang des Jahres an der Spitze der Charts stand. Es folgt eine
„Macerena in the Street of Hebron” und die Soldaten gaben
eine bühnenreife Tanzeinlage dazu.
Die Tanzeinlage wurde gefilmt und das Video ins Net gestellt:
http://www.youtube.com/watch?v=yqjsFExPOnM
Die zu erwartenden disziplinarischen Konsequenzen
wird die Akteure nicht aus der Fassung bringen. Immerhin haben sie sich
mit ihrem Video Millionen von Fans weltweit eingehandelt. Während
der ersten Intifada 1990 sind hier sechs in der Straße der
tanzenden Soldaten erschossen worden.
Mittwoch 07. Juli 2010
Lord Weidenfeld: Israel am Pranger
Mit dem Hass seiner Feinde kann Israel leben. Mehr zu schaffen macht dem jüdischen Staat die Borniertheit Europas.
Der spontane Marsch
von 20 000 Israelis zum Elternhaus des von der Hamas gekidnappten
Gefreiten Gilad Schalit und die Bereitschaft von Ministerpräsident
Netanjahus, 1000 Hamas-Terroristen gegen einen einzigen jungen Soldaten
auszutauschen, sind zwei Gesten, die den Stellenwert eines einzelnen
Menschen in einer demokratischen und zivilisierten Gemeinde deutlich
machen.
Umso mehr verbittert es die Israelis, wie wenig die Geste Netanjahus
und der herrschende Ethos des Landes von manchen Medien und auch
Staatskanzleien in Europa geschätzt werden. Dies ist eine Mischung
aus israelfeindlichen Motiven, Furcht vor islamischem Terror, alten
Vorurteilen gegen den Zionismus, verkapptem Judenhass, aber leider auch
vielfach krasser Unkenntnis der Dinge, die zu dieser allzu
leichtfertigen Kritik beiträgt.
Längst haben die Medien es aufgegeben, systematisch die Zahlen von
straff organisierten Selbstmordattacken aufzustellen. In allen Ecken
und Enden der islamischen Welt, aber auch in den großen Zentren
des westlichen Abendlandes finden Selbstmordattentate und
Attentatsversuche von Jugendlichen, selbst Kindern statt. Die
verschiedenen Dschihad-Operationen islamistischer Extremisten sind
nichts anderes als organisierter Kindesmord. Wenn Bomben in
Großstädten gezielt auf von Menschen wimmelnde Märkte,
öffentliche Gebäude und auf Moscheen der jeweiligen
feindlichen Glaubensrichtung gerichtet werden, gilt die
größtmögliche Anzahl von Todesopfern als Erfolg - egal,
wie viele Unschuldige darunter sind. Was den Grad der Grausamkeit bei
Polizeiverhören, Gerichtsurteilen, der Anwendung nackter Gewalt
und der Gleichgültigkeit menschlichem Leiden gegenüber
betrifft, muss man zu dem traurigen Ergebnis gelangen, dass Hamas und
Hisbollah, al-Qaida und Taliban als Folterer und Killer den
Himmelfahrtskommandos der Gestapo keineswegs nachstehen. Es ist kein
Wunder, dass es der Führung Israels schwerfällt, sich mit den
radikalen Elementen in Gaza an einen Tisch zu setzen, solange diese
Israels Existenzrecht von Grund auf verneinen.
Die im Grunde bewiesenermaßen falsche Berichterstattung über
die sogenannte Friedensflotille in den Gewässern bei Gaza und die
im Völkerrecht vollkommen erlaubte Intervention der israelischen
Streitkräfte tragen weiter zur Erbitterung bei. Was Israel fast
mehr schmerzt als die schäumende Wut der Feinde ist die
oberflächliche Haltung der "Neutralen", die beiden Seiten gleichen
moralischen Stellenwert einräumen. Man findet, sie sollten sich
mehr anstrengen, die wahren Umstände zu erfahren. Die Sturheit der
geschworenen Feinde Israels ist fast leichter zu ertragen, weil sie an
das Absurde grenzt. So fluchte zum Beispiel ein edler Lord in der
Bischofsbar des Oberhauses über Netanjahus Geiselaustausch: „Typisches Apartheid-Regime! Ein Jude gilt genauso viel wie 1000 Araber."
Welt
Mittwoch 07.Juli 2010
Polizei gibt grünes Licht für Gay-Parade zur Knesset
Die Jerusalemer Polizei
erteilte die Genehmigung für eine Gay-Parade, die am Ende des
Monats in Jerusalem stattfindet und vor dem Knesset-Gebäude enden
soll. Ein paar Wochen zuvor hatte die Polizei vorgeschlagen, dass aus
Sicherheitsgründen die Parade auf der gleichen Strecke wie im
vergangenen Jahr stattfinden sollte. Dieses Jahr findet die Parade zum
Jahrestag des Mordes an Nir Katz und Liz Trubischi im Homosexuellen
Jugendzentrum in Tel Aviv statt. Auf Grund dessen bestanden die
Veranstalter darauf, die Parade vor den Toren der Knesset
abzuschließen.
Mittwoch 07.Juli 2010
Errichtung eines Knesset Museums
Am Dienstag wurde ein
Gesetz zur Errichtung eines Knesset Museums verabschiedet. In Folge
dessen wird das ehemalige Knessetgebäude „Beit Frumin“
in der King George Straße Jerusalems in ein Museum umgebaut, das
die Geschichte des Gremiums erzählt. Der Verfasser des
Gesetzesentwurfes, Zvulun Orlev sagte, dass Gebäude in ein Museum
umzuwandeln sei ein wichtiger Schritt für die Erhaltung des
demokratischen Erbes Israels.
Dienstag 06. Juli 2010
Ein Gemälde für ein ganzes Land
Nun ist es soweit und
alle können es sehen: Das Israel-Museum will Ende dieses Monats
ein eindrucksvolles Wandgemälde aus der Kreuzfahrerzeit
ausstellen. Archäologen entdeckten das Fresko vor einigen Jahren
im Jerusalemer Gethsemane-Garten.
Eine neun Meter lange Mauer und ein Gemälde von
außergewöhnlicher Schönheit - das Kunstwerk stellt
Jesus dar, wie er am Jüngsten Tag zu Gericht sitzt.
Wissenschaftler gehen davon aus, dass das Fresko ursprünglich auch
neun Meter hoch war, doch nur der untere Teil ist erhalten.
Wissenschaftler der Israelischen Altertumsbehörde (IAA) haben das
Gemälde im Jahr 1999 bei Bergungsausgrabungen im Kidron-Tal
entdeckt. Der Kurator Jaques Nar zeigt sich noch heute begeistert von
dem Fund: „Dies ist eines des bedeutendsten Gemälde, die aus
der Kreuzfahrerperiode in Israel erhalten sind". Noch nie zuvor habe
man ein beachtlicheres Gemälde bei Ausgrabungen gefunden.
„Die Behandlung, die es in den Laboren der IAA durchlief,
gehört aus konservatorischer Sicht zu den schwierigsten, die je
hier unternommen wurden". Das restaurierte Wandbild wird ab 26. Juli in
der renovierten Kreuzfahrer-Galerie des Israel-Museums in Jerusalem zu
sehen sein.
Dienstag 06. Juli 2010
Große Fußballbegeisterung der Israelis
Jeder dritte Israelis hofft auf Deutschlands WM Sieg
In der israelischen
Gesellschaft scheint die Begeisterung für die deutsche
Fußballnationalmannschaft riesig zu sein und wünschen
Deutschland den WM-Titel. Das war nicht immer so, aber nach der
bisherigen souveränen Leistung bei dieser Weltmeisterschaft
wünschen mehr als 30 Prozent der israelischem Männer dem
jungen Team den Sieg. Auch Israels Botschafter in Berlin, Yoram
Ben-Zeev hat seine Hoffnung auf einen Sieg der Elf von Joachim Löw
Ausdruck verliehen.
„Ich wünsche mir, dass die beste Mannschaft gewinnt. Und ich
glaube, das ist Deutschland“, bemerkte der Diplomat
gegenüber der Bild-Zeitung.
Mehr dazu hier:
http://http://www.bild.de/BILD/politik/2010/07/06/israel-wm/jubelt-fuer-fussball-deutschland.html
In Israels Tageszeitung Yedioth Ahronot schreibt der Deutschland-
Korrespondent äußerst positiv über das neue
Deutschland-Bild, dass die Nationalmannschaft in Israel vermittelt:
„Langsam wird es zur Normalität in Israel, dass man eine
deutsche Fahne hissen darf, ohne damit Animositäten zu wecken. Mit
der WM und der wunderschönen Art und Weise zu spielen hat die
deutsche Mannschaft viele neue Anhänger in Israel gewonnen. Das
prägt natürlich auch das Bild Deutschlands in Israel sehr -
auf eine positive Art und Weise.“
Mehr dazu hier:
http://www.tagesschau.de/sport/korrespondentenviertelfinale100.html
Selbst das
vierteljährlich erscheinende Orient-Zeitschrift
„Zenith“ hat das Phänomen in einem eigenen Artikels
für würdig empfunden.
„Es ist unglaublich: Deutschland spielt, siegt – und
erobert weltweit die Fans und ihre Fußballherzen – auch die
der Israelis.“
Mehr dazu hier:
http://www.zenithonline.de/politik/presseschau/?article=808&cHash=5af1a2d433
Dienstag 06. Juli 2010
8.000 Besucher bei Konzert für Gilad Schalit
Am Montagabend hat
Israels Philharmonie Orchester mit einem einstündigen Konzert im
Eschkol Park an der Grenze zum Gazastreifen an den entführten
Soldaten Gilad Schalit erinnert. Zu der Veranstaltung unter freiem
Himmel kamen auch der deutsche Botschafter in Israel, Harald
Kindermann. Der sich gegenüber der „Jerusalem Post" mit den
Worten: „Gilad liegt uns am Herzen" und wolle mit seiner
Anwesenheit und die seiner Frau ein „persönliches Signal der
Solidarität setzen" äußerte.
Der Dirigent Zubin Mehta teilte mit, die Idee dazu kam vor sechs
Monaten von mehreren Müttern. „Ich hoffe, dass er (Schalit)
eines Tages, sehr bald, von diesem Konzert erfahren wird. Wir beten,
dass die Musik heute Abend die Menschen auf der anderen Seite
inspiriert", so Mehta. Er erinnerte auch an die palästinensischen
Mütter, deren Söhne sich in israelischer Haft befinden. Der
Unterschied zwischen Schalit und den Palästinensern sei jedoch,
dass diese im Gegensatz zu dem Israeli Besuch empfangen dürften.
Gespielt wurden Werke von Mozart, Beethoven und Verdi. Auf der
Veranstaltung trat auch der israelische Sänger Schlomo Artzi auf.
Er forderte die Regierung dazu auf, Schalit nicht aufzugeben. Die
israelische Öffentlichkeit habe eine rote Linie, die nicht
überschritten werden dürfe und diese sei ihr Herz. Das Ganze
wurde im israelischen Rundfunk live übertragen. Am Ende sangen die
Besucher die Hatikva.
Die Eltern des Entführten, Noam und Aviva Schalit, die sich
derzeit auf einem zwölftägigen Protestmarsch durch Israel
befinden . Der am 27. Juni in ihrer Heimatstadt Mizpe Hila begann. Am
Montag sprach Noam Schalit vor mehr als 10.000 Menschen in Tel Aviv. In
der Stadt besuchten sie auch die Frau von Verteidigungsminister Ehud
Barak. Die sich den Marschierenden für eine Zeit anschloss. Die
Schalits unterbrachen ihren Marsch für einige Stunden und fuhren
mit dem Auto zu der Stelle, wo ihr Sohn am 25. Juni 2006 von
Palästinensern entführt wurde.
Einen Ausschnitt von dem Konzert finden Sie auf "YouTube"
Dienstag 06. Juli 2010
CSD in Köln: Israelis und Iraner marschierten gemeinsam
Am Wochenende hat es in
Köln ein beachtenswertes Zusammentreffen gegeben. Beim
diesjährigen Christopher Street Day schlossen sich Schwule
Angehörige der iranischen Exilgemeinde sich der israelischen
Delegation an, man umarmte einander vor laufenden Kameras.
Die israelische Delegation ist auf Einladung der Stadt Köln an den
Rhein gereist und marschierte neben Oberbürgermeister Jürgen
Roters an der Spitze der Schwulenparade. Adir Steiner, der selbst die
Schwulenparade in Tel Aviv organisiert, berichtet euphorisch:
„Selbst Türken schlossen sich uns an, gemeinsam mit
Vertretern aus Russland, der Ukraine und anderen Staaten, wo es hart
ist, schwul zu sein“ und nannte die Veranstaltung ein
großen Erfolg und lud alle Teilnehmende ein nächstes Jahr
zur großen Gay Pride in Tel Aviv dabei zu sein.
Tel Aviver Stadtrat Yaniv Weizman und bemerkte: „Die Teilnahme
von Vertretern aus Tel Aviv ist eine exzellente Gelegenheit, den
Zehntausenden von Teilnehmern das schöne, tolerante und offene
Gesicht Tel Avivs und Israels zu präsentieren. Tel Aviv eine der
faszinierendsten Städte auf der Welt - auch für schwule
Touristen.“
Yedioth Ahronot
Dienstag 29. Juni 2010
Zwei Wochen „klingendes Jerusalem"
Am
Sonntag wurde das Festival „Klingendes Jerusalem" eröffnet,
dass im österreichischen Hospiz begann - bis zum 11. Juli sorgen
40 Musikgruppen aus über zehn Ländern für
abwechslungsreiche Kammermusik quer durch viele Kulturen. Die
Veranstaltung die mit ihren 17 Konzerten soll den Dialog zwischen
Europa und dem Mittleren Osten verbessern will.
„Wir glauben, dass Musik für jeden gemacht ist", so die
Information des Veranstalters und so sind alle Veranstaltungen
kostenlos. Lediglich die zwei Konzerte mit „Sweet ´n´
Spicy" und „Reflections – Poetry in the air" sind vom Platz
her begrenzt. Alle Konzertorte befinden sich im Jerusalem und Umgebung.
Das Festival findet bereits zum fünften Mal in Folge statt. Die
Austragungsorte der Konzerte sind außergewöhnlich. Die
Altstadt von Jerusalem gehört ebenso dazu, wie ein kleines
palästinensisches Dorf im Westjordanland und der „Berg der
Versuchung" bei Jericho. Das Großereignis richtet sich an alle
Menschen ohne Rücksicht auf ihre soziale und kulturelle Herkunft
oder ihre Religion.
Der österreichische Cellist und Festivaldirektor Erich Oskar
Hütter hat ein Programm mit internationalen Solisten, renommierten
europäischen Kammermusikensembles und lokalen Künstlern
zusammengestellt.
Weitere Infos unter: http://www.soundingjerusalem.com
Dienstag 29. Juni 2010
Israelis in Berliner Diskothek angegriffen
Zwei
israelische Touristen sind in der Nacht zum Montag in einer Diskothek
in Friedrichshain von einem Unbekannten wegen ihrer Herkunft
angegriffen und geschlagen worden.
In der Nacht zum Montag wurden in Berlin-Friedrichshain ein
22-jähriger und ein 18-jähriger israelischer Tourist
angegriffen und verletzt, wie eine Polizeisprecherin am Montag
mitteilte. Nach bisherigen Ermittlungen war der 22-Jährige in der
Diskothek am Warschauer Platz von einem Mann nach seiner Herkunft
befragt worden. Nachdem er erwidert hatte, Israeli zu sein, würgte
ihn der Unbekannte und schlug ihm mit der Faust ins Gesicht. Als der
18-jähriger Begleiter zu Hilfe kam, schlug der Angreifer auch ihn.
Der Täter gab vor, Palästinenser zu sein. Anschließend
warf der Unbekannte ein Bierglas nach dem 18-Jährigen, verfehlte
ihn jedoch. Ein 43-jähriger Mitarbeiter der Diskothek hat nach
Angaben der Polizei die beiden Männer anschließend vor die
Tür begleitet, wo es zu einem erneuten Streit zwischen dem
unbekannten Angreifer, dem Mitarbeiter und den israelischen Touristen
kam. Der 43-Jährige verletzte die israelischen Berlinbesucher
dabei durch den gezielten Einsatz von Pfefferspray. Der 22-Jährige
und sein 18-jähriger Begleiter flüchteten mit einem Taxi und
riefen von ihrem Hotel aus die Polizei. Später wurden sie in einem
Krankenhaus ambulant behandelt. Wegen des antisemitischen Hintergrunds
der Tat hat der Staatsschutz die Ermittlungen übernommen.
Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass nur der Berliner
Tagesspiegel über diese Vorkommnisse berichtete und erschreckend
sind die Kommentare auf deren Internetseite, dass sich die Frage stellt
wo und in welchem Jahrhundert leben wir.
Dienstag 29. Juni 2010
Fernsehtipp:
arte Mittwoch 30. Juni 2010 um 20:15 h
Von Auschwitz nach Entebbe - Israels Kampf gegen den Terror
Am 3. Juli 1976 begann in Entebbe, Uganda, eine waghalsige
Militäroperation, die Israel für immer veränderte.
Israelische Luftlandeeinheiten befreiten mehr als hundert Geiseln - die
allermeisten von ihnen Landsleute - aus der Gewalt eines
deutsch-palästinensischen Terrorkommandos. . . . . .
Mittwoch, 30. Juni 2010 um 20:15 h
auf arte
Wiederholungen: 20.Juli 2010 um 10:25 h
auf arte
Von Auschwitz nach Entebbe - Israels Kampf gegen den Terror
(Deutschland, 2009, 52min)
ZDF Regie: Thomas Ammann
Dienstag 29. Juni 2010
DIG fordert keine Kriegswaffen in den Gazastreifen
Der Präsident der
Deutsch-Israelischen Gesellschaft (DIG), Dr. h.c. Johannes Gerster, hat
mit Datum vom 24. Juni 2010 einem sogenannten „Offenen
Brief“ an die Vorsitzenden der im Bundestag vertretenen Parteien
und nachrichtlich an die Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel gesandt:
Der Deutsche Bundestag soll kommende Woche über einen
interfraktionellen Antrag entscheiden, durch welchen die
Bundesregierung aufgefordert wird, für die Aufhebung der
Gaza-Blockade einzutreten.
Im Namen der Deutsch-Israelischen Gesellschaft protestiere ich gegen
diese Absicht mit aller Entschiedenheit.
Ein unkontrollierter Zugang zum Gazastreifen würde die Lieferung
von Waffen, Munition und Sprengstoff in den Gazastreifen, den Kampf der
Terrororganisation Hamas gegen Israel und das zerstörerische
Wirken des Iran in dieser Region befördern.
Auch würde ein derartiger Beschluss der bisherigen Politik aller
Bundesregierungen seit 1949 widersprechen, die zuletzt wie folgt
formuliert wurde: „Die Sicherheit Israels ist deutsche
Staatsraison."
Statt in Sicherheitsfragen sich in ein Detailproblem verirren zu
wollen, würde es dem Bundestag gut anstehen, durch eine gemeinsame
Resolution den zunehmenden Versuchen, das Lebensrecht Israels zu
bestreiten und dieses UN- Mitglied unrechtmäßig zu
delegitimieren, eindeutig zu widersprechen.
Ebenso wichtig und hilfreich wäre es, alle beteiligten Seiten,
auch die sich weigernde Hamas, aufzufordern, endlich am
Verhandlungstisch eine faire und tragfähige Friedensregelung
auszuhandeln. Dies würde jedenfalls dem so notwendigen Frieden
zwischen Israelis und Palästinensern auf der Basis einer
Zweistaatenlösung ohne Gewalt mehr dienen als eine einseitige
Parteinahme gegen Israel.
Die Welt darf die unkontrollierte Lieferung von Waffen, Munition und
Sprengstoff an Hamas nicht unterstützen! Dadurch würde der
Konflikt nur verschärft und verlängert.
Dr. h.c. Johannes Gerster
Dienstag 29. Juni 2010
„Free Gaza“ – aber nicht für Frauen
Für einen
Großteil der Welt ist die 69jährige Greta Berlin, Sprecherin
und Mitbegründerin der Free-Gaza-Bewegung, eine Heldin.
Jüngst erhielt sie internationale Aufmerksamkeit für das
Orchestrieren der Gaza-Flottille, wobei sie Israel in Interviews und
Artikeln als einen „terroristischen Staat“ bezeichnete.
Gemeinsam mit anderen Führungsmitgliedern ihrer Bewegung,
größtenteils pensionierten und wohlhabenden Frauen aus
Kalifornien, hat Berlin mit antiisraelischer Rhetorik um sich gespuckt
und gleichzeitig die palästinensische Sache propagiert.
Es ist nicht ohne Ironie, dass diese selbsternannten Menschenrechtler,
mit Greta Berlin an der Spitze, sich entschieden haben, die Hamas zu
unterstützen, jene radikale Terrororganisation, die die Rechte von
Frauen in Gaza drastisch einzuschränken sucht und jede Form von
Liberalismus in dem Küstenstreifen auslöschen will.
Seit ihrer Machtübernahme hat die Hamas mit strengen
religiösen Gesetzen in Übereinstimmung mit dem islamischen
Recht in das öffentliche Leben des Küstenstreifens
eingegriffen. Im letzten Sommer hat der oberste Richter Gazas
weiblichen Anwälten befohlen, Kopftücher zu tragen, um sicher
zu gehen, dass Frauen sich gemäß dem islamischen Gesetz
kleiden, das von ihnen verlangt, sich in der Öffentlichkeit zu
verhüllen und locker sitzende Gewänder zu tragen, die nur
ihre Hände und Füße zeigen.
Das in Gaza ansässige Palestinian Center for Human Rights
veröffentlichte eine Stellungnahme, die den neuen Dresscode
für Anwältinnen als „schwere Verletzung der
persönlichen Freiheit und der Rechte der Frau“ bezeichnet.
Seit die Hamas an die Macht gekommen ist, patrouillieren
Sittenwächter an den Stränden von Gaza, um dafür zu
sorgen, dass sowohl Frauen als auch Männer angemessen bedeckt
sind, wobei sie Frauen ermahnen und sogar verhaften, die nicht in
Ganzkörper-Badeanzügen ins Wasser gehen. Eine wachsende Zahl
von öffentlichen Schulen setzt Kopftücher und Umhänge
als Uniformen für die Mädchen fest und schickt
Jeansträgerinnen nach Hause zurück.
Von Konzerten bis Friseursalons hat die Hamas den Stempel ihrer Lesart
des islamischen Rechts jedem erdenklichen Lebensbereich
aufgedrückt. Im März 2010 hat sie Männern verboten, in
Schönheits- und Friseursalons für Frauen zu arbeiten, welche
das Ziel von Sprengstoffanschlägen und anderen Attacken waren,
seit sie vor drei Jahren die Herrschaft übernahm. Die Hamas warnte
davor, dass jeder, der gegen dieses neue Gesetz verstößt,
verhaftet und angeklagt werde.
Im April hat die Hamas das erste große Hip-Hop-Konzert in Gaza
abgebrochen. Ein Hamas-Polizist sagte, dass die Tanzweisen
„unmoralisch“ seien. Die Hamas verbietet Männern und
Frauen, in der Öffentlichkeit miteinander zu tanzen, und ihre
Mitglieder haben - AK-47s tragend - derartige Tanzveranstaltungen
gestoppt.
Unter dem Hamas-Regime wachsen Gruppen der islamischen Salafisten, die
mit al-Qaida in Verbindung gebracht werden und ideologisch noch
extremer sind als die Hamas, in erschreckendem Tempo. Im Mai
stürmten maskierte Bewaffnete ein UN-Sommerlager für Kinder,
nachdem fundamentalistische Muslime das Flüchtlingshilfswerk UNRWA
dafür angeprangert hatten, „Schulmädchen Fitness,
Tanzen und Sittenlosigkeit“ beizubringen. Diese Salafistengruppen
haben Internet-Cafés angegriffen, christliche Einrichtungen
niedergebrannt und ausländische Schulen sowie Hochzeitsfeste
attackiert.
Wenn das wirklich die Art „freies Gaza“ ist, die Greta
Berlin und ihre liberalen Mitstreiter aus Kalifornien im Kopf haben,
muss man sich fragen, was die wahre Agenda der Free-Gaza-Bewegung ist?
Der 21jährige Jihad Rostom erzählte der BBC im März
2010: „Die Hamas will sich dem Volk aufzwingen. Sie wollen, dass
die Leute ihnen gehorchen, das ist ihr Schutz. Sie haben das Ansehen
des Islam zerstört, indem sie sagen, wir tun dies wegen der
Religion.“
Lama Hourani, die ebenfalls aus Gaza stammt und für die Rechte der
dort arbeitenden Frauen kämpft, sagte der BBC, die Hamas stelle
den Islam so dar, dass „die Freiheiten der Frau immer dem
Einverständnis eines männlichen Verwandten unterworfen“
seien.
So muss man die Rationalität und das Ziel hinter Greta Berlins
Medienkampagnen in Frage stellen. Unterstützt sie wirklich die
Frauen und Kinder in Gaza, oder werden sie nur benutzt als
Entschuldigung, dem Hass gegen die Existenz des jüdischen Staates
Luft zu machen?
Zu der Behandlung palästinensischer Frauen unter dem Hamas-Regime
in Gaza hat Berlin sich nie geäußert. Es gibt keine
Meinungsfreiheit und keine Gleichberechtigung der Geschlechter unter
der radikal-islamischen Hamas und den extremistischen
Salafistengruppen, die Gaza beherrschen wollen.
Die politischen Freiheiten, die Greta Berlin als amerikanische Frau in
den USA genießt, und die politischen Freiheiten, die Frauen in
Israel genießen – Jüdinnen, Christinnen und Muslima
gleichermaßen -, sind für die Frauen Gazas und vieler andere
muslimischer Länder beinahe unbekannt. Das ist eine Tatsache des
Lebens in Gaza, die nichts mit Israel zu tun hat und alles mit der
Interpretation und Durchsetzung der Sharia durch die Hamas.
Es ist eine Schande, dass Frauen westlicher und liberaler Denkart
nichts zur Unterstützung von muslimischen Frauen in Ländern
unternehmen, wo die politischen Freiheiten nur Männern zugestanden
werden, die auf der Seite der jeweils herrschenden politischen Parteien
stehen.
(Yedioth Ahronot, 29.06.10)
Dienstag 29. Juni 2010
Nahost-Symposium in Wüstenrot
Ebenfalls am Wochenende
fand in Wüstenrot ein Nahost-Symposium statt, zu dem die
Organisationen „Initiative 27. Januar e.V.“ und
„Christen an der Seite Israels e.V.“ geladen hatten.
„Der frühere außenpolitische Sprecher der
SPD-Bundestagsfraktion, Professor Gert Weisskirchen, hat bei dem
Symposium dazu aufgerufen, eine Zuspitzung des Nahostkonflikts zu
verhindern. Das Existenzrecht des Staates Israel müsse von allen
anerkannt werden. ‚Nur wenn diese Grundbedingung erfüllt ist
kann es Frieden im Nahen Osten geben’, betonte Weisskirchen vor
etwa 500 Teilnehmenden in Wüstenrot.
‚Die fundamentale Bestreitung des Existenzrechts Israels muss
aufhören’, forderte Weisskirchen. Wenn die Ablehnung des
Staates Israel, wie sie sich zum Beispiel bei der Hamas zeige,
aufgegeben werden würde, könnten EU-Mittel für regionale
Förderung sinnvoll eingesetzt werden. Der Nahe Osten und der
Mittelmeerraum könnten eine Region des Friedens und des
Fortschritts werden, so Weisskirchen in seinem Vortrag weiter. Mit
Blick auf das Atomprogramm des Iran und die Drohungen des iranischen
Präsidenten gegen Israel sprach sich Weisskirchen für eine
Verschärfung der Iran-Sanktionen aus: ‚Das muss das
wichtigste Ziel sein, auf das wir uns jetzt verständigen
müssen.
Dienstag 29. Juni 2010
Israel übernimmt EUREKA-Präsidentschaft
Am vergangenen Freitag
hat Israel Deutschland im Vorsitz der europäischen Forschungs- und
Entwicklungsinitiative EUREKA abgelöst. Israels Industrie- und
Handelsminister Binyamin Ben-Eliezer hat während einer feierlichen
Zeremonie in Berlin aus den Händen von
Bundeswissenschaftsministerin Annette Schavan die
"Präsidentschaftsglocke" übernommen.
Das Innovationsbündnis EUREKA besteht seit 25 Jahren und gilt mit
seinen 40 Mitgliedsländern als das weltweit größte
Netzwerk für industrielle Forschung und Entwicklung. Seit dem Jahr
2000 ist auch Israel Mitglied und Teil dieser Entwicklungsinitiative
EUREKA und israelische Unternehmen sind an mehr als 10% aller
EUREKA-Projekten beteiligt. Im letzten Jahr wurde Israel zum
Vorsitzenden ab Juli 2010 gewählt.
In
seiner Dankesrede betonte Ben-Eliezer „Es ist eine große
Ehre für Israel, die Leitung der Organisation EUREKA zu
übernehmen, insbesondere zum 25jährigen Jubiläum ihres
Bestehens. Es ist auch eine große Herausforderung. Israel, ein
Land von Kreativität und Innovation, ist definitiv in der Lage,
diese Aufgabe zu erfüllen." Der Minister nutzte seinen
Berlin-Besuch auch zu einem Treffen mit Bundeswirtschaftsminister
Rainer Brüderle. Großes Potential für
deutsch-israelische Kooperationen bei seinen deutschen Gastgebern
für die "Gastfreundschaft im wunderschönen Berlin" das
betonte auch Inon Elroy, Botschaftsrat für Wirtschaft und Handel
an der israelischen Botschaft, hat hohe Erwartungen: „Der
EUREKA-Vorsitz kann uns dabei behilflich sein, die deutsche Wirtschaft
auf das enorme Potential für Kooperationen mit Israel aufmerksam
zu machen. Glücklicherweise ist Israel Mitglied in vielen bi- und
multilateralen Programmen wie EUREKA, dem 7. Europäischen
Forschungsrahmenprogramm und Galileo, die von deutschen und
israelischen Firmen und Forschungseinrichtungen zum beiderseitigen
Vorteil genutzt werden können." EUREKA ermöglicht es
Unternehmen aus verschiedenen Ländern, gemeinsame Forschungs- und
Entwicklungsprojekte (FuE-Projekte) durchzuführen. Die Initiative
für ein Projekt geht von den Projektpartnern aus. Sie definieren
selbst Inhalt, Umfang, Art und Dauer der Zusammenarbeit, ohne dabei
durch thematische Ausschreibungstexte reguliert zu werden. Die
Finanzierung erfolgt in eigener Verantwortung der Teilnehmer auf
nationaler Ebene - durch staatliche Fördermittel, öffentliche
Kredite oder durch eigene Mittel. Es gibt eine Reihe von
Möglichkeiten, EUREKA zur Durchführung deutsch-israelischer
FuE-Projekte zu nutzen: Die deutschen Projektpartner können dabei
anteilig über das ZIM-Programm des Bundeswirtschaftsministeriums
oder über die Förderprogramme des Bundesministeriums für
Bildung und Forschung finanziert werden, während die israelischen
Partner ihre Förderung über das Office of the Chief Scientist
des Ministeriums für Industrie, Handel und Arbeit erhalten.
Dienstag 29. Juni 2010
Israel-Solidarität im deutschsprachigen Raum
Die deutschsprachigen
Israel-Freundschaftsgesellschaften wie DIG, GSI und ÖIG formierten
sich und beschlossen in einer zweitägigen Konferenz in Zürich
ihre verstärkte Zusammenarbeit für Israel und gegen jegliche
Form von Antiisraelismus und Antisemitismus. Auch wollen sie
künftig enger bei der Unterstützung des jüdischen
Staates zusammenarbeiten und fordern von ihren Regierungen mehr
Solidarität mit der einzigen Demokratie im Nahen Osten und
veröffentlichen nachfolgend:
„Israel ist 62 Jahre nach seiner Gründung auf der Grundlage
eines UN-Beschlusses noch immer in seiner Existenz bedroht. Der
einzigen rechtsstaatlich organisierten Demokratie im Nahen Osten droht
der die Atombombe bauende Iran immer aggressiver mit der bevorstehenden
Zerstörung. Israel wird von der in Gaza herrschenden Hamas sowie
der Hisbollah im Libanon immer wieder angegriffen und zunehmend durch
die islamische Welt delegitimiert.
Die westliche Welt ignoriert weitgehend, dass mit dem Kampf gegen
Israel auch der Kampf gegen das Lebensmodell der westlichen Demokratien
geführt wird. Stattdessen werden die Vorgänge im Nahen Osten
mit zweierlei Maß gemessen: Fehler der israelischen Politik
werden durch ein Vergrößerungsglas betrachtet und lautstark
verurteilt. Tagtägliche Vergehen gegen die Grund- und
Menschenrechte in der islamischen Welt werden kaum zur Kenntnis
genommen, geschweige denn verurteilt.
Wir fordern die Vereinten Nationen auf, endlich der realen
Aggressionspolitik des UN-Mitgliedes Iran gegen das UN-Mitglied Israel
Grenzen aufzuzeigen. Wann wird diesem beispiellosen Verhalten des Iran
durch die UN-Vollversammlung die rote Karte gezeigt? Wir fordern die
Europäische Union auf, einseitige Resolutionen gegen Israel, z.B.
die Aufforderung, die Gaza-Blockade aufzuheben, zu unterlassen. Wer
dies fordert, fördert die Lieferung von Waffen, Munition und
Sprengstoff an die Terrororganisation Hamas. Die EU sollte stattdessen
beide Seiten, insbesondere die Hamas, auffordern, jegliche Aggression
zu unterlassen und faire und stabile Friedenslösungen am
Verhandlungstisch auszuarbeiten und mit Hilfe der internationalen
Staatenwelt durchzusetzen. Wir erwarten von unseren Regierungen mehr
Objektivität, mehr Solidarität mit dem israelischen Volk und
dem Staat Israel. Die europäischen Staaten und Israel sind durch
eine Wertegemeinschaft miteinander verbunden. Demokratie, Rechtsstaat,
Grund- und Menschenrechte und politischer Pluralismus sind
europäische Errungenschaften, die in Israel gelebt werden. Ein Ja
zu diesen Grundwerten bedeutet ein Ja zu Israel.
Montag 28. Juni 2010
Israelis und Christen sitzen im selben Boot
Israels Minister
für strategische Angelegenheiten Moshe Yaalon, teilte am Samstag
in einer Rede auf einer christlichen Konferenz in den USA mit, dass die
israelische Regierung weiterhin ihre Beziehungen zu evangelikalen
Christen stärken will. Israelis und Evangelikale seien „alle
im selben Boot“, ergänzte der ehemalige Stabschef. Yaalon
äußerte die Hoffnung, dass bei dem am 6. Juli in Washington
anberaumten Treffen zwischen Präsident Obama und Premierminister
Netanjahu die Wogen geglättet und Kluften überbrückt
werden können.
Montag 28. Juni 2010
Drum Beach Tel Aviv
Der Trommel Strand in
Tel Aviv wird so genannt, weil jeden Freitag kurz vor Sonnenuntergang
Menschen zusammen kommen mit Musikinstrumenten und starten eine
spontane Musik-Session mit Tanz und Gesang. Freitags vermischen sich
Leidenschaft und Leder von Leuten - Schlagzeug spielen an Tel
Avivs-Strand. Warum? Wir wissen es nicht genau, vielleicht die
Notwendigkeit für Rhythmus, vielleicht Einsamkeit, ....
Einen Eindruck verschaffen unter:
http://www.youtube.com/watch?v=oknb_R2oHuI
http://www.youtube.com/watch?v=X_93DwS79ko
Montag 28.Juni 2010
Kontoführung nach Art der Hamas - Bankbesuch mit vorgehaltener Waffe
In den Zeiten der
Herrschaft des Saudiarabischen Königs Ibn Saud haben saudische
Prinzen wenn sie mal eben Geld brauchten, den Finanzminister besucht
und diesem mit vorgehaltener Waffe Geld abgenötigt. Mit
ähnlich krimineller Energie haben am Sonntag
Sicherheitskräfte der Hamas 16.000 Dollar von einer Bank in Gaza,
die Gelder als Bestandteil einer von der palästinensischen
Währungsbehörde (PMA) eingeführten
Anti-Geldwäsche-Kampagne eingefroren hatte „beschlagnahmt".
Ein Beamte der Islamic Bank teilte mit, dass die Hamas Polizei dem Bankangestellten das Geld mit vorgehaltener Waffe entnahmen. Bei dem Zwischenfall gab es keine Verletzten. Laut den Berichten der Bank wurde das Geld auf einem Konto einer islamischen Wohltätigkeitsorganisation eingefroren, nachdem die Hamas nach der palästinensischen Parlamentswahl 2006 die Kontrolle über den Gazastreifen übernahm und seine eigene Leute einsetzte um den Wohltätigkeitsverband zu verwalten. Als Protest gegen die gewaltsame Geldübernahme durch die Hamas, kündigte die Islamic Bank die Schließung ihrer Filialen in Gaza an. Dies war die zweite Beschlagnahmung von Geld einer privaten palästinischen Bank durch die Hamas in diesem Jahr. Israelische Banken haben bereits 2007 die Verbindungen zu Banken in Gaza abgebrochen.
Türkei durchlebt derzeit die Rolle Rückwärts - Türkischer Luftraum für Israel gesperrt
Mittlerweile
hat auch der Dümmste mitbekommen, dass sich die Politische
Großwetterlage in der Türkei geändert hat. Die
Türkei erlebt gerade die Rolle Rückwärts, Was der
Staatsgründer Kemal Atatürk zu verhindern suchte; dass die
Religion ein politisches Instrument ist, wird durch Islamistische
Kräfte ausgehebelt.
Immer Augenscheinlicher ist die Islamisierungswelle in der Türkei und weiter voran schreitet. Die Türkei macht eine Rolle Rückwärts. Spürbar wird das nicht nur, aber auch in dem Diplomatischen Verhältnis der Türkei zu Israels und es zeigt sich , dass aus Freunde Feinde werden.
Als weitere Folge des Gaza-Flotten Übergriffs hat der türkische Ministerpräsident Erdogan heute offiziell den Luftraum für israelische Flüge über die Türkei sperren lassen. Bereits gestern berichtete die israelische Tageszeitung Yedioth Ahronoth, dass die Türkei einem Flugzeug mit israelischen Offizieren, die unterwegs auf einer Besichtigungstour verschiedener Gedenkstätten in Auschwitz waren, nicht gestattete, den türkischen Luftraum zu durchfliegen. Das Flugzeug war gezwungen einen Umweg zu nehmen. Das Militär verzichtet auf eine offizielle Reaktion auf diesen Vorfall, um den Riss der Beziehungen nicht weiter zu verschärfen.
Türkische Armeeangehörige trainieren in Israel
Trotz der diplomatischen Spannungen zwischen der Türkei und Israel halten sich derzeit 20 türkische Offiziere und Soldaten im jüdischen Staat auf. Während eines zweiwöchigen Lehrgangs sollen sie in der Bedienung der Heron-Drohnen geschult werden, die Israel an die Türkei liefert. Bis zu ihrem Eintreffen am Dienstag war unklar, ob die Delegation tatsächlich kommen wird. Die Türkei hat von Israel zehn Heron-Drohnen im Wert von rund 190 Millionen Dollar gekauft. Sechs der unbemannten Flugzeuge wurden bereits geliefert. Mit den restlichen sollen die türkischen Armeeangehörigen nach ihrem Training zurückkehren. Dies berichtet die Tageszeitung "Jerusalem Post". Vertreter des Verteidigungsministeriums hatten laut dem Bericht am Mittwoch mitgeteilt, dass Israel die Waffengeschäfte mit der Türkei nicht stoppen werde. Allerdings soll die Teilnahme der israelischen Rüstungsindustrie an Ausschreibungen in der Türkei in Zukunft besonders sorgfältig geprüft werden. .
Sonntag 27. Juni 2010
Seit vier Jahren in Gefangenschaft - Gilat Shalit
Am
25. Juni 2006 wurde Gilat Shalit als Wehrpflichtiger von
palästinensischen Terroristen, die seine Einheit auf israelischer
Seite der Grenze überfielen und in den Gaza-Streifen verschleppt.
Wo er nun schon seit vier Jahren in den Händen der Hamas darbt.
Anlässlich der nun schon 4 Jahre andauernde Gefangenschaft in den
Händen der Hamas haben Donnerstag in Jerusalem, Rom und New York
zahlreiche Solidaritätsveranstaltungen statt. In Rom wurde am
Abend die Beleuchtung des Kolosseums ausgeschaltet, in Jerusalem die
der Altstadtmauern. In New York umkreiste eine
„Freiheitsflottille" die Freiheitsstatue. Am Jahrestag der
Entführung gibt es weitere Protestkundgebungen in Israel und
anderen Ländern.
In Rom im appellierte Gilads Vater Noam am Donnerstag an die
internationale Gemeinschaft: „Ich stehe heute Abend hier in Rom,
der Hauptstadt Italiens, die eine der zentralen, alten und wichtigen
Städte Europas und der zivilisierten Welt ist, und rufe die
internationale Gemeinschaft und insbesondere die europäische dazu
auf, meinen Sohn Gilad nicht zu vergessen. Der italienische
Außenminister Franco Frattini sicherte dem Vater Noam Schalit
seine Unterstützung zu. Die Geiselhaft breche „alle
internationalen Regeln und zeigt die terroristische Natur der Hamas".
Er ist weiter der Meinung, dass die EU-Staaten die radikal-islamische
Organisation Hamas nicht als politischen Gesprächspartner in
Erwägung ziehen können.
Auch der Außenminister Großbritanniens William Hague rief
die Hamas zur „sofortigen und unmittelbaren“ Freilassung
Shalits auf.
Inzwischen hat sich das „Schalit-Drama" zu einem Nervenkrieg
islamistischer Krieger gegen die israelische Demokratie entwickelt.
Bislang hatten Entführungen von israelischen Soldaten durch
Palästinenser aus den Autonomiegebieten immer ein relativ
schnelles und meist tödliches Ende gefunden. Mit der
Entführung von Gilad Schalit hat die sunnitische Hamas unter
Beweis gestellt, dass sie ein gelehriger Schüler der schiitischen
Hisbollah ist. Und der Austausch von zwei Soldatenleichen gegen
fünf lebendige und 199 tote arabische Terroristen im Juli 2008
zwischen Israel und der Hisbollah hat bewiesen: Der jüdische Staat
ist bereit, hohe Preise für seine Leute zu bezahlen. Deshalb sind
die Palästinenser selbst bereit einen sehr hohen Preis zu
bezahlen, beziehungsweise ihn ihrer Bevölkerung abzuverlangen.
Mehr als 2.000 Palästinenser aus Gaza sind seit der
Entführung Schalits durch militärische Auseinandersetzungen
mit Israel ums Leben gekommen. Weitere Tausende wurden verletzt. Mehr
als 10.000 Häuser wurden nach israelischen Angaben zerstört,
und der Gazastreifen ist abgeriegelt.
Am heutigen Sonntag startet die Familie Shalit in ihrer
galiläischen Heimatgemeinde Mitzpe Hila gemeinsam mit zahlreichen
Unterstützern einen Demonstrationszug, der sie in elf Tagen nach
Jerusalem führen soll.
Es gibt auch eine deutschsprachige Solidaritäts-Website für Gilad Shalit:http://www.habanim.org/en/German.html
Donnerstag 24. Juni 2010
Israels Außenminister Lieberman betont Zwei-Staaten-Lösung
Avigdor Lieberman
hat in der Jerusalem Post seine Position zur Lösung des
israelisch-palästinensischen Konflikts erläutert.
„Die Lösung liegt nicht in der Beschwichtigung der
maximalistischen Territorialforderungen der Palästinenser, sondern
in der wirklichen Schaffung von „zwei Staaten für zwei
Völker".
Die gegenwärtigen Forderungen Einiger innerhalb der
internationalen Gemeinschaft zielen darauf ab, einen homogen-reinen
palästinensischen Staat und einen binationalen Staat in Israel zu
schaffen. Dies wird zu einer Eineinhalb- bis Halb-Staaten-Lösung.
Für Frieden und Sicherheit von Dauer müssen wir eine
wirkliche politische Trennung zwischen Arabern und Juden
herbeiführen, bei der jede Seite über sich selbst bestimmt.
Für eine dauerhafte und faire Lösung muss daher ein Austausch
bewohnter Gebiete stattfinden, um zwei weitgehend homogene Staaten zu
schaffen, einen jüdisch-israelischen und einen
arabisch-palästinensischen. Selbstverständlich schließt
das nicht aus, dass Minderheiten in beiden Staaten zurückbleiben,
die die vollen Bürgerrechte erhalten.
Den vollständigen Artikel gibt es > hier <
Donnerstag 24. Juni 2010
Der israelische Soldat Gilat Shalit
Heute ist der von
der Terrororganisation Hamas entführte israelische Soldat Gilad
Shalit seit 1460 Tagen in den Gaza-Streifen gefangen. Wir vergessen ihn
nicht.
Donnerstag 24. Juni 2010
Erdgasfunde in Israel - Deutsche Bank sieht Potential
Seismischer
Untersuchungen zufolge umfasst das Bohrfeld Leviathan vor Israels
Mittelmeerküste 16 Billionen Kubikfuß flüssiges
Naturgas. Schon hat die Deutsche Bank begonnen sich mit der Beobachtung
des israelischen Energieaktenmarktes zu beschäftigen und dabei die
„Geburt eines Sektors" erkannt. Nun gilt: „ Mit genug Gas
die heimische Nachfrage für Jahrzehnte zu decken und mit weiteren
Funden für den Export wird Europa von den russischen
Gaslieferungen unabhängig machen".
Mittwoch 23. Juni 2010
Israel erhöht seine Präsenz im Weltraum
Mit
dem einem Satellit, Ofek 9, hat Israel seit Dienstagabend den sechsten
israelischen Satelliten im All. „Wenn wir Ziele prüfen
wollen, müssen unsere Satelliten die Arbeit für uns
machen“, so ein hochrangiger Vertreter des
Verteidigungsministeriums mit. „Der neue Satellit wird es uns
ermöglichen, regelmäßige Aktivitäten in
höherer Auflösung zu erbringen.“
Vom Luftwaffenstützpunkt Palmachim wurde der Satellit
gemäß eines im Voraus festgelegten Plans mit einer
Shavit-Rakete gestartet - ohne dass aktuelle Entwicklungen dabei eine
Rolle gespielt haben.
Israels Verteidigungsminister Ehud Barak lobte die israelische
Rüstungsindustrie und den Sicherheitsapparat für den
gelungenen Start: „Der heutige Start ist eine technologische und
operationelle Errungenschaft; wenige Staaten, insbesondere der
Größe Israels, sind fähig, mit solch einer komplexen
Herausforderung umzugehen.“
„Der Erfolg des Starts ist ein Ausdruck für den Mut, das
Denken und die ausgedehnten Fähigkeiten der Rüstungsindustrie
und des Sicherheitsapparats in Israel“, so Barak.
Dienstag 22. Juni 2010
Gaza darf kein iranischer Hafen werden
Heute
äußerte sich der Generalstabschef der Israelischen
Verteidigungsstreitkräfte (ZAHAL), Gabi Ashkenazi, zu den
Vorgängen um die letzte Gaza-Flottille sowie die geplante
Flottille aus dem Libanon.
„ Wir haben das natürliche Recht, das Einströmen von
Kriegsmaterial nach Gaza zu prüfen und zu verhindern", sagte der
General in Kiryat Shmona. „Wenn jemand sehr besorgt ist über
die Lage im Streifen und medizinische Ausrüstung dorthin bringen
will, ist er im Hafen von Ashdod willkommen. Wir werden die Fracht
prüfen und bei Bedarf transferieren."
Generalstabschef Ashkenazi betont: „Es ist wichtig, dass wir auf
dieses Recht beharren und es darf nicht sein, dass Gaza zu einem
iranischen Hafen wird."
Bei all dem gehe es nicht mehr allein um das Grenzgebiet zum
Gaza-Streifen, vielmehr sind auch andere Orte in Israel durch
Raketenangriffe von dort bedroht. Das Vorgehen der israelischen
Marinesoldaten bei der letzten Flottille würdigte der
Generalstabschef zum einen als Notwendig und zum anderen der
schwierigen Situation als angemessen.
Montag 21.Juni 2010
Kabinett bewilligt zwei weitere Entsalzungsanlagen
In seiner
wöchentlichen Kabinettssitzung am Sonntag hat die israelische
Regierung einem Plan zum Bau von zwei weiteren Entsalzungsanlagen an
der Mittelmeerküste nahe Sorek bewilligt. Diese Anlagen sollen mit
einem Ertrag von 150 Millionen Kubikmetern (mcm) pro Jahr die weltweit
größten Reversosmoseanlagen werden und 2013 in Betrieb
gehen. Damit wird die Menge des in Israel entsalztem Wasser verdoppelt
und mit diesem Vorhaben baut die israelische Regierung der
Wasserknappheit, einem weiteren Konfliktpunkt und möglichen
Kriegsgrund für die Zukunft vor.
Freitag 11. Juni 2010
Brücke nach Israel
Mit
Flug Air Berlin 8804, Peter Maffay, Til Schweiger, „Air
Berlin“-Chef Joachim Hunold und 247 Passagieren startete der
erste Direktflug von Düsseldorf nach Tel Aviv. „Vor allem
aber liegt uns am Herzen, die freundschaftlichen Beziehungen zwischen
beiden Ländern weiter auszubauen und Begegnungen zwischen Israelis
und Deutschen zu vertiefen." so Joachim Hunold.
Nach dem 3139-Kilometer-Flug wurde gefeiert – mit einem Open-Air
Konzert am „The Peres Peace Center“ in Jerusalem standen
Peter Maffay, der israelische Topstar Noa und das italienische
Sopran-Trio „Appassionate“ vor 1.500 Zuschauern. Dabei
traffen nicht nur die Künstler aus verschiedenen Ländern
zusammen, sondern auch deutsche, israelische und palästinensische
Kinder und Jugendliche." Abschließend sagte Peter Maffay:
„Solche Begegnungen stärken das Verständnis und
schaffen Respekt füreinander.“ Til Schweiger, das erste Mal
in Israel: „Ich wurde überrascht, dass es ganz friedlich
ist. Ich komme wieder, um Urlaub zu machen.“
Air Berlin fliegt im Sommer zwei Mal wöchentlich nonstop von der
Rheinmetropole Düsseldorf nach Tel Aviv. Los geht es ab 99 €
oneway inklusive Steuern, Gebühren und Meilen und weitere
Nonstop-Verbindungen nach Israel hat die Airline von Berlin (3x pro
Woche), Köln/Bonn (2x pro Woche) und München (2x pro Woche)
im Angebot.
Samstag 17.04.2010
Peres in Frankreich
Der Israelische
Präsident Schimon Peres besuchte gestern Frankreich bei einem
offiziellen Staatsbesuch und nahm auch an der feierlichen Einweihung
der Ben-Gurion-Promenade in Paris teil. Sie verläuft in der Nähe der
Seine und des Eiffelturms. Später trafen sich Peres und Amtskollegen
Sarkozy zu einem Gespräch.
62.
Unabhängigkeitstag am 20 April
Gemäß jüdischem
Kalender feiert Israel in diesem Jahr am 20. April seinen 62.
Geburtstag, den Jom HaAtzmauth. Eine Ironie der Geschichte, denn mit
dem 20. April fällt der Feiertag auf Hitlers Geburtstag. „Am Israel
Chai – das Volk Israel lebt!“
Hinrichtung in Gaza
Die Hamas Regierung im Gazastreifen ließ gestern
zwei Palästinenser hinrichten, denen vorgeworfen wurde mit Israel
zusammen gearbeitet zu haben. Die beiden wurden öffentlich erschossen
und anschliessend vor einem Krankenhaus in Gaza abgelegt.
Menschenrechtsgruppen kritisierten diese Hinrichtungen, die erzielten
Eingeständnisse den Männern, die meist unter Foltern abgezwungen werden
150. Jahrestag
von Herzls Geburtstag
In diesem Jahr
feiert Israel den 150. Geburtstag von Judenstaatvisionär Theodor Herzl,
der am 2. Mai 1860 in Budapest geboren wurde.
Donnerstag 15.04.2010
Fischverbot am See Genezareth
Israels
Regierung verfügte, dass zwei Jahre lang keine Fische mehr aus dem See
Genezareth gefischt werden dürfen. In dieser Zeit soll sich der Bestand
des sogenannten Petersfisches erholen.
Sonntag 11.04.2010
Todestag des
biblischen Josuas
Über 10.000 Juden pilgerten in der
Nacht von Donnerstag zu
Freitag an das Grab
Josuas, das in
Samaria in dem arabischen Dorf Kifl Hares bei Ariel liegt. Joshua
führte die
Israeliten vor 3250 über den Jordan ins Gelobte Land. Wie jedes Jahr
wurde auch
das nahegelegene Grab von Josuas Mitstreiter Kaleb besucht. Yom
HaShoa in Israel
Heute Abend beginnt der
israelische
Holocaustgedenktag mit einer staatlichen Zeremonie in der
Holocaust-Gedenkstätte
Yad Vashem in Jerusalem. Morgen Vormittag werden dann die Sirenen für
zwei
Gedenkminuten heulen.